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Das KAB Almanach
 
"Hast Du schon den Artikel für 'Hellweg aktuell' geschrieben?" So hallt es mir beim Kommunionkaffee im Hause Schuhmann (Martin Schuhmann, 1. Vorsitzender der hiesigen KAB ) entgegen. Mir, das ist die ausgeguckte Schreiberin (Beate Schmidt, weder noch was, dafür aber Ehefrau des 1. Kassierers der hiesigen KAB). Ja, und wenn ich sage, es hallte und ich Ihnen dann verrate, wer da so im Hause Schuhmann hallte, dann wissen Sie, dass das Hallen nicht von schlechten Eltern war. Also es hallte mich Frau Doris Sperling an (Vertrauensfrau unserer hiesigen KAB). Nachdem es ausgehallt hatte, rappelte ich mich zu einem "ach was, war schon Redaktionsschluss" auf und schaute dann etwas fragend in die dasitzende Kommunionkaffeerunde im Hause Schuhmann (s.o.).
Aus der Runde schauten mich mildlächelnde Augen an z.B. von Frau Jutta Marx (1. Schriftführerin unserer hiesigen KAB) und Frau Tanja Kuhlmann (2. Schriftführerin unserer hiesigen KAB), ebenso war ein Zucken um die Mundwinkel von Frau Annemarie Kuhlmann (weder noch was, aber Ehefrau von Herrn Reinhardt Kuhlmann, Beisitzer unserer hiesigen KAB) und von Frau F. (weder noch was, aber Ehefrau von Herrn F., 2. Kassierer unserer hiesigen KAB) zu spüren.
Nachdem ich alle Beobachtungen in mein Herz eingeschlossen hatte, beging ich einen ganz, ganz groben Fehler, ich fragte vollkommen unbefangen: "Wieviel Seiten denn?“ Keine vollständige Satzform, jedoch die Angefragte verstand sofort: "Natürlich nicht so viele wie beim letzten Mal, mein Gott, wer soll das denn alles lesen." Ich sparte mir die Bemerkung, dass es ja auch mein Gott sei und schaute Hilfe- und Kaffee suchend in die Augen und auf die Thermoskanne von Frau Mechthild Schuhmann (weder noch was, aber Ehefrau von Herrn Martin Schuhmann, 1. Vorsitzender unserer hiesigen KAB, und Schwester von Frau Gaby Neuhaus-Sax, weder noch was, aber Ehefrau von Herrn Bernhard Sax, 2. Vorsitzender unserer hiesigen KAB) und genoss das Geräusch des einströmenden Kaffees in meine Tasse.
"Tja, da wird Herr Feldhordt (weder noch was in unserer hiesigen KAB, aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn Feldhordt gab und gibt es in unserer hiesigen KAB) aber mächtig sauer sein. Redaktionsschluss war schon Ende März. Jetzt haben wir schon April." So schnell vergeht ein Jahr, tatsächlich, wir haben schon April, die Sonne scheint, die Kinder spielen im Garten Fangen und spielen im Sand. Lieber Himmel, jetzt werde bloß nicht melancholisch und fang an über den Sinn und die Zeit des Lebens nachzudenken, überleg dir lieber, wie bringst du was zu Papier, und es muss auch noch was über die hiesige KAB sein. Schreiben könnte ich viel, ja vielleicht über unseren stürmischen Kreuzweg an der Schachtanlage Prosper in Bottrop und über den dahingerafften Regenschirm von Herrn Sieberath (Mitglied unserer hiesigen KAB). Beispielsweise ließe sich auch über die Jahreshauptversammlung unserer hiesigen KAB berichten mit Ausblick auf das kommende Aktionsjahr. Möglicherweise auch über einen Ausblick auf die Josefsfeier am 1. Mai oder über den gehaltenen Vortrag in der letzten Monatsversammlung von Herrn Peter Stachowiak (ebenfalls Mitglied und Förderer unserer hiesigen KAB) über den Sinn und Zweck der verschiedenen Versicherungen. Sehr schön war auch das Osterbasteln mit den Kindern im Pfarrheim, es gab ja soviel zu berichten .....
Zuhause angekommen setzte ich mich sofort vor die Schreibmaschine. Ich starre auf die Tastatur, sofort kommt mir das altbekannte Lied "So nimm denn meine Hände" in den Kopf. Nun schreibt schon ihr zehn Finger, nun denke einmal du mit Kaffee aufgeladenes Gehirn: "Lieber Gott, über was soll ich schreiben!"
Da hallte ein Stimme, wie die vorhin beim Kaffeetrinken im Hause Schuhmann, jetzt jedoch etwas sakraler an mein Ohr: "Schreib über alles, nur nicht über vier Seiten, das liest doch eh' kein Mensch!"
"Danke", höre ich mich rufen, und fast hätte ich über diese wunderbar hallende Stimme geschrieben, aber siehe da, mein Seitenpensum war wie durch ein Zeichen des Himmels erfüllt.
Jetzt quält mich zum Abschluss noch die Frage, war die Stimme weder noch was oder Mitglied und Förderer unserer KAB???
 
 
Beate Schmidt
 

 

 

 

aktualisiert am 16. Oktober 2017

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