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Trabi, Stasi, Spreewaldgurken
 
– 20 Jahre danach – Ostalgie in Freisenbruch
So lautete in diesem Jahr das Motto beim Herbstfest der KAB St. Antonius, Freisenbruch.
Der Saal im Pfarrheim war mit dem Bild des langjährigen Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, einer DDR-Fahne und vielen anderen Zeitzeugen aus der DDR-Zeit geschmückt. Selbst eine Mauer zog sich durch das Pfarrheim. Die Gäste waren wieder in Teams eingeteilt die sich aus der Tischordnung ergaben – diesmal Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (drei Bundesländer aus Ostdeutschland). Die drei Mannschaften mussten in verschiedenen Spielen gegeneinander antreten. So gab es z.B. eine Runde mit Übersetzungen BRD/DDR. Was ist eine Ketwurst (Hot Dog), was ist eine Jahresendflügelfigur (ein Weihnachtsengel) und auch nach Blauen Fliesen (Westgeld), Broiler (Brathähnchen) und Gehhilfe (scherzhaft für Trabi) wurde gefragt. Beim Spiel „Schmeckt nicht – gibt´s nicht“ wurde der Geschmacksinn der Spieler auf eine harte Probe gestellt. Mit verbundenen Augen musste geraten werden, was auf einem Spießchen steckte. Und Lachs, Leberwurst und Pflaume oder Knoblauch, Olive und Schokolade ist schon eine gewagte Mischung.
 
Zwischendurch gab es auch immer mal ein Aktions-Spiel. Es musste ein Zelt aufgebaut und eine Luftmatratze aufgeblasen werden. Beim Mauerspiel musste zunächst die Mauer aus reichlich Umzugskartons erbaut werden und anschließend musste man durch ein Loch in der Mauer und einen Tunnel „flüchten“. Und jeder Tisch konnte sich seinen eigenen Trabi bauen. (aus Lego)
 
Auch unser Landesquiz war wieder ein Erfolg. Und mit den heutigen technischen Mitteln, schaffte es auch der letzte Tisch die richtigen Antworten zu googeln. (Hoch lebe die neue Technik – früher kam man mit Reiseführern zum Herbstfest).
 
Aber zwischen allen Spielen wurde die DDR in mehreren Gängen auch kulinarisch erkundet. Es gab Fettbemme (Brot mit Schmalz) und Soljanka (eine Suppe aus dem russischen Bruderstaat) zur Vorspeise und danach gab es zunächst Mauschkraut (Weißkohl mit Hackfleisch) und dann Sächsischen Biergulasch mit grünen Knödeln als Hauptgerichte. Den krönenden Abschluss bildete eine Nachtischvariante, die unter anderem aus „Kaltem Hund“ und Hallorenkugeln bestand und einem „Im Nu“ Malz-Kaffee.
 
Alles in allem war es mal wieder ein gelungener Abend, der allerdings dem einen oder anderen eine unruhige Nacht verschafft hat. (So vollgefuttert schläft sich nicht immer gut ;-)).
 
Jetzt überlegen wir mal, wo es denn im nächsten Jahr hingehen soll. Aber ich bin überzeugt, uns fällt schon was Schönes ein!!!! Bis dahin!!
 
                                                                                                                                                                                           D.Sp.
 
 

 

aktualisiert am 16. Oktober 2017

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