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Advent-Ankunft oder: Warum schon vor dem Advent an Karneval denken?
 
Advent heißt Ankunft, Ankunft des Herrn auf Erden. Advent ist Erinnerung und Erwartung, Vergangenheit und Zukunft. Advent ist zugleich Wegweiser in die Zukunft.
Der Adventskranz, aus grünen Zweigen gesteckt oder geflochten und mit roten Kerzen und violetten Bändern geschmückt, will uns den Sinn der Adventszeit erschließen.
Die grünen Zweige sind Zeichen der Hoffnung:
Jesus Christus wird kommen. Die Kerzen sind Zeichen der Liebe:
Jesus Christus ist für alle Menschen gekommen. Die Bänder sind Zeichen der Umkehr:
Jesus Christus fordert zu "neuem Leben" auf
Bevor jedoch die erste Kerze gekauft und das erste Grün geschnitten und gebunden ist, haben sich fleißige "Helferlein" schon Gedanken gemacht, wie denn das Karnevalsprogramm 2001 aussehen könnte. Denn: "Nach Weihnachten, da kuckse dich um, ist schwuppsdiwupps schon Karneval". Und mit zunehmendem Alter hat man dabei auch noch das Gefühl: Jedes Jahr eher!
Da kann es, dann auch dem einen oder dem anderen "Narren" schon passieren, das während des Adventskranzbinden, flotte Lieder über die Lippen gesungen kommen. Nach dem Motto: "Du, gibst du mir mal eben den silbernen Engel rüber, den klebe ich hier auf den Kranz. Ach, was mir einfällt, bei Engel, auf alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei, hab ich einen klasse Text gehört, das wär was für uns."
Man könnte jetzt den Eindruck gewinnen, dass Weihnachten und Karneval nicht nur von der Zeit, sondern auch - wenn auch etwas entfernt - inhaltlich etwas miteinander zu tun haben.
Wir freuen uns über die Geburt unseres Herrn Jesus Christus. Diese Freude ist den Christen in unserer Welt jedoch nicht immer anzumerken und das gerade Karneval eigentlich ein christliches Fest ist, sollte doch dann auch dem einen oder anderen angeblichen Karnevalisten zu denken geben.
Die Karnevalszeit - Zeit des ausgiebigen Essens - Zeit des leider auch ausgiebigen Trinkens - Zeit der Vorbereitung auf die 40tägige Fastenzeit und auf das Osterfest.
Leider entgeht uns oft dieser Gedanke, dass Karneval nicht nur "was können wir den machen im Programm" Tage sind, sondern Tage, in denen es hilft, sich mit seinem gegenüber - sagen wir es doch etwas karnevalistisch einzuhaken und mit durch das Leben zu schunkeln!
So hält es die KAB St. Antonius doch mit Thomas Morus der folgendes Gebet schrieb:
Schenke mir eine gute Verdauung, Herr, und auch etwas zum Verdauen. Schenke mir Gesundheit des Leibes, mit dem nötigen Sinn dafür, ihn möglichst gut zu erhalten. Schenke mir eine heilige Seele, Herr, die das im Auge behält, was gut ist und rein, damit sie im Augenblick der Sünde nicht erschrecke, sondern das Mittel findet, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist, die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen, und lass nicht zu, dass ich mir all zu viel Sorgen mache um dieses sich breitmachende Etwas, dass sich "Ich" nennt. Herrn, schenke mir Sinn für Humor, gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen, damit ich ein wenig Glück kenne im Leben und anderen davon mitteile. Amen.

 

 

 

aktualisiert am 16. Oktober 2017

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