4. Dezember

 

 

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4. Dezember "Barbara“
 
In vielen Familien ist es zu einem guten Brauch geworden: am Fest der heiligen Barbara holen sie Forsythien Zweige oder einen winterharten Kirschzweig ins Haus, legen ihn über Nacht in lauwarmes Wasser und stellen ihn am anderen Tag in eine Vase mit Wasser. Alle drei Tage wird das Wasser gewechselt. In der Wärme des Hauses treiben die Knospen. Um Weihnachten brechen dann die Blüten hervor. Sie erinnern an den Spross aus der Wurzel Jesse. Sie sind ein schönes Zeichen für die Geburt Christi.
Dieser Brauch geht zurück auf die Legende von der heiligen Barbara, die man schon vielerorts gelesen oder gehört hat. Dieser "Barbarazweig" gibt der Legende ihren Sinn, als die heilige Barbara auf dem Weg ins Gefängnis an einem Kirschzweig mit ihrem Rock hängen blieb, den Zweig dann in einen kleinen Krug ins Wasser stellte. An dem Tag, an dem der Zweig aufblühte, wurde sie zum Tod verurteilt. "Du schienst wie tot," sagte Barbara zu dem Zweig, "Aber du bist aufgeblüht zu schönerem Leben. So wird es auch mit meinem Tod sein. Ich werde zu neuem, ewigen Leben aufblühen!'
Die Bergleute verehren die heilige Barbara als ihre Schutzpatronin. Wie in den finsteren Turm fällt auch in den tiefen Kohlenschacht kein Tageslicht. Auch unsere KAB gedenkt der heiligen Barbara und feiert mit ihren Mitgliedern eine Barbarafeier. Da sich unsere KAB immer mehr zu einer Familiengemeinschaft mit großem Kinderanhang entwickelt hat, wandelte sich die Barbarafeier von einer Abend- in eine Nachmittagsveranstaltung. Stimmungsvolle und auch Kind gerechte Geschichten und Lieder werden vorgetragen. Im letzten Jahr wurde unter dem dankenswerten Einsatz von Frau Karin Zepp ein wunderschöner Nachmittag mit der gesamten Familie erlebt. Kerzen, die nachher in einer Gemeinschaftsaktion aufgestellt wurden als strahlender, leuchtender Weg durch den Advent auf Weihnachten hin, wurden von jeder Familie eigenhändig angefertigt. Die Barbarafeier bietet der ganzen KAB-Familie eine adventliche Besinnung, die sich, wie so manche Dinge des Alltags, mit Kinderaugen und -lachen viel einfacher aber auch einfühlsamer darbieten kann.
 
Lass warm und still die Kerzen heute flammen, die du in unsre Dunkelheit gebracht.
Führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen. Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.
 
Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. " (Dietrich Bonhoeffer)

 

 

 

 

 

 

aktualisiert am 18. September 2017

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