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120 Jahre KAB St. Antonius
 
Die KAB St. Antonius kann in diesem Jahr (2007) auf ihr 120 jähriges Bestehen in Freisenbruch zurückblicken. In der Josefsfeier am 5. Mai hat der Verein sich dieses Jubiläums intern erinnert und entsprechend gewürdigt.
Als der Verein im Jahr 1887 als christlicher Arbeiterverein gegründet wurde, gehörte Freisenbruch zum Amt Königssteele und zur Stadt Hattingen auf westfälischem Gebiet. Die pfarrliche Zugehörigkeit bestand zu St. Laurentius im Dekanat Werden und zum Erzbistum Köln. Sowohl die kommunale als auch die pfarrliche Zugehörigkeit haben sich in diesen 120 Jahren grundlegend geändert.
Mit den in Freisenbruch lebenden Bauern und Köttern hatte sich die immer stärker anwachsende Arbeiterschaft seinerzeit für eine neue Pfarrgründung eingesetzt. Das hatte im Jahre 1901 wesentlich zur Gründung der Pfarre St. Antonius beigetragen. Die KAB hat sich immer in ihrer Pfarre St. Antonius engagiert. Stets begleitete sie die Gemeinde und war fester Bestandteil des Gemeindelebens. Mit den Pfarrern der Gemeinde und damit ihren Präsides hatte sie mal gute und mal noch bessere Ansprechpartner gefunden. Der KAB ist auch heute noch bewusst, dass das K für katholisch steht.
In den letzten Jahren haben die Veränderungen, die von extern herangetragen wurden, auch das Gemeindeleben verändert. Der Zusammenschluss mit den bisherigen Nachbargemeinden Herz Jesu und St. Altfrid zu einer neuen Pfarrei St. Antonius sind noch frisch in Erinnerung. Für die nächste Zukunft werden immer wieder neue Veränderungen unser Gemeindeleben weiter beeinflussen. Der hochwürdigste Herr Bischof Dr. Felix Genn plant, unsere Pfarre im Jahr 2008 aufzulösen und der ehemaligen Mutterpfarre St. Laurentius anzugliedern. Damit verliert die Pfarre St. Antonius ihren Rechtsstatus als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie wird, wie die Nachbargemeinden St. Josef und St. Barbara, zu einer Gemeinde in der Großpfarre St. Laurentius (Rückpfarrung).
Nun hat ein 120 Jahre alter Verein schon einiges in Freisenbruch erlebt, durchlebt und überlebt (zur Erinnerung sei an die Weltkriege gedacht, in denen u.a. auch unser Verein verboten war).
Letztendlich gelangt die KAB wieder dorthin, wo sie zur Zeit ihrer Gründung schon einmal gewesen war: zu einem Verein in der Pfarre St. Laurentius. Die Zugehörigkeit zum Dekanat Werden und zum Erzbistum Köln werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.
Die Mitglieder der KAB werden auch in Zukunft an St. Antonius gestalterisch wirken können, besonders wenn sie sich auf ihr eigenes postularisches Erbe stützen. Solidarität, Subsidiarität und Personalität fordern von uns stets ein entschlossenes Handeln.  ies muss nicht nur gekannt und erfasst werden. Es muss auch in die Tat umgesetzt werden, und zwar in der Weise und mit den Mitteln, die unseren örtlichen und zeitlichen Verhältnissen entsprechen. Dies wird eine schwierige, aber äußerst interessante Aufgabe werden.
 
Gott segne die christliche Arbeit.
                                                                        
 
Reinhard Kuhlmann

 

 

aktualisiert am 16. Oktober 2017

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