Ein paar Infos aus unserer Pfarrchronik ...
 

Freisenbruch war eine kleine Dorfgemeinschaft, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts aus 21 Häusern, 23 Familien und 102 Bewohnern bestand.  Um 1850 begann man auch in nächster Umgebung von Freisenbruch Kohle  abzubauen. Durch die benötigten Arbeitskräfte wuchs die Einwohnerzahl zu Beginn des 20.  Jahrhunderts auf 7164 Gemeindemitglieder an.

 

Als die Zechen stillgelegt wurden, entstanden im Zuge des Strukturwandels neue wirtschaftliche Aktivitäten. Neben den aufkommenden handwerklichen Berufen wurde Freisenbruch durch Gründung von Siedlungen als begehrter Wohnort beliebt. Heute wohnen in Freisenbruch rund 17.000 Menschen.
Die wachsende Bevölkerung machte es zum Ende des 19.  Jahrhunderts notwendig sich über eine eigene Kirche in Freisenbruch Gedanken zu machen. 1892 wurde deshalb der "Verein zur Errichtung einer Kirche in Freisenbruch" gegründet.

 

Am 21.  April 1901 wurde der Grundstein für unsere St. Antonius-Kirche gelegt.  Am 17. November 1901 wurde die Kirche benediziert. Im Jahr   1907 wurde die Gemeinde selbstständig. Die ständig steigende Gläubigerzahl machte sehr schnell klar, das die Kirche mit 200 Sitzplätzen zu klein wurde. Der damalige Pfarrer Pyls machte sich bereits Gedanken darüber. 
Der 2. Weltkrieg, finanzielle Engpässe und die Errichtung des Bistums Essen verzögerten den Beginn der Baumaßnahmen immer wieder.
Unter Pfarrer Lemm, der 1957 eingeführt wurde, wurde der Umbau dann in Angriff genommen und es konnte am 14. April 1960 die erste heilige Messe in der neuen, nun gedrehten Kirche gefeiert werden.

 

Auch unter der Leitung von Pfarrer Gaberle der im Jahr 1975 die Gemeinde übernahm, gingen Bau- und Umbaumaßnahmen weiter. Aus dem alten Schwesternhaus wurde unser heutiges Pfarrheim, das im November 1983
eingeweiht wurde. Im Jahr 1990 wurde der neue Kircheneingang fertig gestellt. Als dann im gleichen Jahr festgestellt wurde, dass unsere Orgel dringend überholt werden müsse, reifte der Entschluss eine neue Orgel anzuschaffen.
Dank vieler Spenden und unzähliger Helfer bei Pfarr-festen, Basaren und ähnlichen Veranstaltungen, konnte diese dann endlich am 3. Adventssonntag 2000 eingeweiht werden. Vorher mussten an der Kirche aber noch viele andere Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

 

Am 19. November 2000 ging dann auch Pfarrer Gaberle, nach 25 Jahren St. Antonius, in den wohlverdienten Ruhestand und am 14.  Januar 2001 wurde Pfarrer Klobusch zum neuen Pfarrer von St. Antonius ernannt.
Mit der Zusammenlegung der drei Gemeinden St. Antonius, St. Altfrid und Herz Jesu wurde er dann am 1. Februar 2003 auch Pfarrer unserer ehemaligen Nachbargemeinden. Viele undankbare Veränderungen mussten unter seiner Leitung vorgenommen werden. Die Einschränkungen und Sparmassnahmen des Bistums machten es der Gemeinde nicht immer leicht. Aber das Gemeinde- und Vereinsleben blieb auch weiterhin aktiv.
Nun gehört St. Antonius, seit dem 01. April 2008, zusammen mit St. Josef - Horst, St. Barbara - Kray und St. Laurentius - Steele zu der neu gegründeten "XXL-Großgemeinde" St. Laurentius unter der Leitung von Pfarrer Norbert Ghesla. Man könnte fast meinen "Der Kreis hat sich geschlossen".

      

 

 

aktualisiert am 16. Oktober 2017

Nach oben